Wolke Nimmersatt

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Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber die wichtigste Frage, die ich mir jeden Tag stelle, ist: „Wo gibt’s Futter?“ In meinem Kopf schwirren alle möglichen Gelüste herum und dass zu jeder Stunde, jeder Minute, ich würde fast behaupten zu jeder Sekunde. Futternapf, Zweibeinerleberwurst, Zweibeinersalami, Kauknochen, Dosenfutter, Hundeleberwurst, Zweibeinerkauknochen, Leckerlis und so weiter.

Die meisten Mädels und Frauen müssen ja immer auf ihre Figur und ihr Gewicht achten. Geht es euch auch so? Meinem Frauchen geht es auf jeden Fall so. Sobald sie mal einen Bissen mehr genommen oder auch nur angeschaut hat, schwups ist auch schon wieder ein Kilo auf der Waage hinzugekommen. Besonders seit sie nicht mehr raucht, da ist es noch schlimmer geworden, meint sie zumindest. Dabei raucht sie ja schon länger nicht mehr, schon über vier Jahre. Herrchen denkt ja, dass es am Alter liegen könnte. UuuIiiii, wenn sie das mitbekommt, empört sie sich immer, weil sie sich noch gar nicht so alt fühlt, sondern eher wie 28 oder 29 Jahre, aber auf keinen Fall älter. Liegen ja nur fast 20 Jahre zwischen Fühlen und der Realität…


Nun, ich kann das alles nicht nachempfinden, denn ich kann immer essen und das Beste ist, ich nehme nicht zu, muss also auch nicht auf meine Figur achten. Na gut der Gismo hat den Tag mal aus Spaß gemeint, ich soll mich mal ein bisschen zurückhalten beim Essen, aber ich glaube, er wollte einfach nur, dass ich ihm meine Leckerlis überlasse. Pfh, der denkt wohl ich merke das nicht. Nee, nee, ich habe so viel Bewegung, dass bei mir so gut wie nichts ansetzt und das, obwohl ich schon seit über einem Jahr kastriert bin. Ja leider, so ganz recht war mir das nicht mit dem Kastrieren, wollte doch auch mal kleine Wölkchen und Wolkeriche in die Welt setzen, aber daraus wird wohl nun nichts mehr. Es war aber leider medizinisch notwendig und ließ sich nicht vermeiden. Naja, Gismo weiß es noch gar nicht. Ich hoffe nicht, dass er noch Kinder haben will, schließlich ist er auch schon über fünf Jahre alt und braucht auch ab und an mal seine Ruhe.


Auf jeden Fall könnte ich den ganzen Tag lang nur essen. Also morgens geht es noch, aber spätestens, wenn wir von der Morgengassirunde zurück sind, dann knurrt mir so dermaßen der Magen. Obwohl ich unterwegs schon emsig um Leckerlis bettele. Aber Frauchen bleibt da meistens hart. Sie sagt immer: „Ohne Leistung gibt es auch keine Leckerlis!“ Aber Frauchen ich bringe doch Leistung und verbrauche Energie - wie verrückt. Ich ziehe die meiste Zeit an der Leine, entweder nach vorne oder nach hinten, immer abwechselnd, damit Frauchen sich ja an nichts gewöhnen kann und erst recht keine Langeweile aufkommt. Dann die ganze Schnüffelei, das verbraucht bestimmt eine Menge Kalorien. Aber Frauchen sieht das nicht als Leistung. Leistung ist ihrer Meinung nach, wenn ich brav neben ihr her tappe, nicht ziehe, stehen bleibe, wenn sie es tut und weitergehe, wenn sie es tut.

Aber mal ehrlich? Ich finde das voll langweilig und so komme ich auch nicht an die relevanten Stellen, die immer so verdammt gut riechen. Schließlich haben wir Hunde auch ein Facebook, nicht nur ihr Zweibeiner. Wir wissen dann auch ganz genau, wer von uns wo war, wann und warum und Nachrichten hinterlassen wir uns auch noch. Aber wenn ich die ganze Zeit „bei Fuß“ laufen soll, dann bekomme ich doch gar nichts mehr mit. Ist also ausgeschlossen, geht nicht, Frauchen – tut mir leid, kann ich nicht machen. Dann gibt es eben unterwegs keine Leckerlies, auch gut.


Wenn wir nach Hause kommen, bekommen wir eine Knabberstange. Ich habe meine schon verschlungen, wenn Kolumbus noch überlegt, an welcher Seite er zuerst knabbern soll. Dann umkreise ich ihn immer in der Hoffnung, dass er keinen allzu großen Hunger hat und mir seine Knabberstange auch noch überlässt. Das klappt auch manchmal, aber leider sehr selten. Dann gehen wir alle in Frauchens Büro, sie kocht sich einen Kaffee und ich stehe vor dem Schrank, in dem die Kekse und die Zwiebäcke aufbewahrt werden. Ich schaue so lange abwechselnd auf die Schranktür, dann wieder zu Frauchen bis sie so gnädig ist, mir einen Zwieback zu reichen. „Wie jetzt Frauchen? Ist doch nicht dein Ernst, nur einen Zwieback und dann auch noch die Miniversion?“ Ich bettele so lange, bis ich mindestens drei bekommen habe. Dann geht’s erstmal, der größte Hunger ist gestillt und ich kann mich auf’s Chillen konzentrieren. So lange, bis Frauchen sich Mittagessen macht. Oh ja, das ist eine sehr schlimme Mahlzeit, weil ich da meistens gar nichts abbekomme, also wirklich nichts, kein Fitzelchen. Das ist voll anstrengend für mich, schließlich duftet es ja mega gut. Eine halbe Stunde lang lege ich meinen Kopf schief und gucke süß und noch süßer und noch süßer. Interessiert Frauchen gar nicht, sie ignoriert mich extrem und ich gehe leer aus.


Das nächste Essbare gibt es dann erst nachmittags in Form unseres Hundefutters. Ich kann es immer kaum abwarten, das dauert aber auch immer eine Ewigkeit bis alles fertig ist. In Kolumbus‘ Futter wird immer noch was reingeträufelt, dann kommt noch ein Pulver drauf und irgendwelche Kapseln werden über dem Napf entleert, ich glaube, sein Essen besteht mehr aus Medizin als aus Futter. Der arme Kerl. Aber es scheint ihm trotzdem zu schmecken, so langsam und genüsslich wie er isst. Auf jeden Fall ist es kaum auszuhalten, diese Warterei bis der Napf endlich den Boden berührt. Und kaum tut er dies, muss ich erstmal Sitz machen und warten bis ich endlich ran darf. Dann dauert es auch keine fünf Minuten und er ist leer. Zumindest war es bis vor Kurzem so. Seit Neuestem stellen sie mir einen Antischlingnapf hin. Ey, das ist eine ganz fiese und gemeine Sache kann ich euch sagen. Mir fällt fast die Zunge ab, das ist der totale Aufwand und dann fresse ich länger als Kolumbus. Es heißt zwar immer, wenn man langsam isst, wird man schneller satt, aber bei mir klappt das überhaupt nicht. Im Gegenteil, nach dem Essen ist vor dem Essen und ich tigere schon wieder die Gegend ab mit schiefem Kopf und süßem Blick – in der Hoffnung, dass sich irgendjemand erbarmt und mir noch ein Leckerli zusteckt. Oft schaffe ich das auch. Und dann ist erstmal Schicht im Schacht. So lange bis meine Zweibeiner zu Abend essen. Da bettle ich schon die ganze Zeit, während sie sich ihr Futter in der Küche zubereiten. Könnte ja auch mal was runterfallen. Aber meistens passiert es leider nicht. Dann bettle ich während sie essen. Seit sie den Tisch in der Küche stehen haben, komme ich auch viel näher ran zum Betteln. Manchmal habe ich Glück und ergattere ein Stückchen Käse oder trockenes Brot, aber das war es dann auch. Also mal ganz im Ernst, ich glaube mein Leben besteht inzwischen nur noch aus Schlafen, Gassi, futtern und betteln. Außerdem glaube ich manchmal wirklich schon selbst daran, dass doch ein Labrador bei mir mitgemischt hat, die sollen ja so verfressen sein.


Ähm, wartet mal kurz - wie jetzt? Hör ich da etwa was rascheln? Oh je, ich muss weg, da gibt es bestimmt Leckerlis, wartet auf mich – ich komme!

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